SPASS & ERFOLG IM TUN ALS TEAM
"Wer etwas verändern möchte findet Wege,
wer nichts verändern möchte findet Gründe!" Gerne helfe ich Ihnen dabei, Ihren Weg als Mensch-Hund-TEAM zu finden.

Anti-Jagd-Training (Wie man Hunde vom Jagen abhält)

Unkontrolliertes Jagdverhalten betrifft fast jeden Hund, denn Hunde sind "Beutegreifer" und somit genetisch programmiert, zu jagen. "Anti" - einem Hund generell das Jagen abzugewöhnen, wird niemals gelingen. Aber wir können ihm beibringen, das Wild "anzuzeigen", anstatt loszurennen und ihn am Wild oder auf Wildspuren kontrollierbar zu machen.

Unerwünschtes Jagdverhalten kann in seinen Formen sehr unterschiedlich auftreten. Bei dem einen Hundetyp genügt bereits das Ableinen und sie entfernen sich pfeilschnell vom Hundebesitzer und befinden sich bereits im "Jagdmodus" (Art der Jagd, Jagdweise). Bei Anderen beginnt das Problem erst, wenn sie sich auf einen frischen Wildspur befinden oder das Wild direkt vor ihnen aufspringt/-fliegt. Auch das "Reizobjekt" (Hase, Rebhuhn, Reh, Vögel, Maus, ...) kann unterschiedliche starke Reaktionen hervorrufen, so reicht bei manchen Hunden bereits ein fliegendes Blatt, um die ersten Sequenzen von Jagdverhalten auszulösen.

Die Indivualität und Intensivät des jeweiligen Jagdverhaltens spielen deshalb eine entscheidene Rolle beim jeweiligen Trainingskonzept. Der Hundebesitzer muss eine sehr gute Beobachtungsgabe besitzen/erlernen, verbunden mit Reaktionsschnelligkeit hinsichtlich dem Einsatz entsprechender Signale an seinen Hund und dem guten Gespür einer Flexibilität, im entscheidenden Augenblick (dem Beginn der Jagd) zu agieren. Die höchste Erfolgschance für den "Abbruch" einer Jagd liegt - vor allem in der anfänglichen Trainingsphase - im Beginn. Der Beginn einer Jagd kann bereits mit "Witterung aufnehmen, fixieren, orten" beginnen. Wobei anzumerken ist, dass die Struktur von Jagdverhalten bei diversen Hundetypen/-rassen absolut unterschiedlich aussehen kann.

Zu den Bildern:

Ein Wildpark bietet die Möglichkeit jagdlich motivierte Hunde "gesichert" (Umzäunung, Hunde angeleint) mit Wild zu konfrontieren. Hierbei ist eine weitere Einschätzung hinsichtlich des Erregungszustandes, die Art und Weise wie ein Hund auf Wild reagiert und seine "mentale Erreichbarkeit" (Ansprechbarkeit) möglich. Es ist also ein "kleiner Baustein" im Gesamttrainingskonzept, denn Wild in freier Natur bietet natürlich den "höheren Reiz", da flüchtend und oftmals "optisch" nicht präsent, sondern nur "olfaktorisch" (geruchlich).

"Tika", ein Tibet-Terrier-Mix (schwarzer Hund) aus dem Tierheim, der seit Dezember 2010 bei uns lebt, ist ein stark jagdlich motivierter Hund (ohne einer klassischen Jagdhundrasse anzugehören). Der Tibet-Terrier gehört zu der Kategorie "Hütehund" und "hüten" beinhaltet ebenso Sequenzen des Jagens. Aber "Jagen" steckt jedem Hund im Blut und neben Genetik, ist ein weiterer Aspekt: "Das Lernen am Erfolg". Bei Tika reicht ein Vogel in der Ferne aus, um den "Schalter" auf Jagen umzulegen. Vielleicht waren mangelnde Beschäftigung und Auslastung die Indikatoren für das "Jagen und Lernen am Erfolg"??? Dies ist nur eine Vermutung, denn leider wird ihre 3-jährige Vergangenheit ihr Geheimnis bleiben.

"Bongo", ein Retriever-Bobtail-Mischling (heller Hund): Beim Anblick von Rehwild reagierte er interessiert, aber dennoch verhalten. Nach ein paar Sekunden für ihn uninteressant, wendete er sich lieber mir - als Fotografen - zu.

"Tika" jedoch, war an dem Wild stark interessiert. Auf Bild "links" zwar in Rückzugshaltung, da ihr die ganze Sache doch etwas zu unsicher war, aber forsch vorne dran - auf Bild "rechts" - sie ließ das Wild nicht aus den Augen, war angespannt und immer bereit um zu "reagieren".

Wichtig ist ein regelmäßiges Training! Die Möglichkeiten mit dem jeweiligen "Auslösereiz" (Reh, Hase) sind hier oftmals eingeschränkt. Denn begegne ich nur zweimal im Jahr einem Reh, und es ist das Einzige, was mein Hund hetzt, stehen extrem wenig Trainingssituationen zur Verfügung und ich habe somit auch wenig Trainingsmöglichkeiten den jeweiligen Trainingsstand meines Hundes zu testen. Oftmals stehen hier nur Wildparks zur Verfügung, in denen das Wild jegliche natürliche Scheu dem Menschen gegenüber verloren hat und dementsprechend zahm reagiert. In den Verhaltensweisen also völlig konträr (gegensätzlich) dem gegenüber, was in Wald und Flur Rehwild aufzeigt. Dennoch bietet ein Wildpark zahlreiche Trainingsmöglichkeiten, die für weitere Bausteine unseres Gesamtkonzeptes sinnvoll sein können.

Die richtigen Trainingsgebiete zu finden, ist nicht einfach. Vor allem dann, wenn wir Angst haben müssen, dass unser Hund erschossen wird oder überfahren. Hier darf das Risiko eines Personenschadens bei einem Verkehrsunfall nicht vergessen werden! Ein nicht unwesentlicher Aspekt ist, dass ein jagdlich motivierter Hund eine entsprechende Auslastung und Erziehung benötigt. Mittlerweile befinden sich sehr viele Jagdhundrassen in nicht jagdlich geführter Hand und diese Hunde wollen ausgelastet werden. Werden also seine Anlagen gut gefördert, im Sinne einer kontrollierten Auslastung? Bekommt er genügend Freilauf und Bewegung? Generell ist es bei jedem Hund möglich, dass er lernt, interessante Gerüche weitestgehend zu tolerieren/ignorieren, Signale des Besitzers dennoch auszuführen oder Wild anzuzeigen. Es ist bei vielen Hunden nach vielen Monaten (!) intensiven Trainings möglich, sie frei laufen zu lassen - ggf. anfangs "ortsgebunden" (in bestimmten Gebieten). In weiteren, konstanten Trainingsphasen erfolgt eine "Generalisierung" (der Hund zeigt allgemein ein zuverlässigeres Verhalten an verschiedenen Orten und/oder Situationen).

Die "Königsdisziplin", einen Hund im höchsten Erregungszustand (Hund hinter dem Wild -> Reh, Hase) abzurufen, erreicht nicht jeder Hundebesitzer, da dafür Aspekte eines zeitintensiven Gesamttrainingskonzeptes Voraussetzung sind. Diese "Königsdisziplin und der Erfolg des Konzeptes " sind abhängig vom gesunden Ehrgeiz und dem Durchhaltevermögen des Besitzers. Manche Trainingseinheiten können sich über Monate und Jahre hinziehen.

"Jagen" beschert unseren Hunden jede Menge "Glückshormone". Jagen ist "selbstbelohnend, d.h. auch wenn unser Hund das Wild nicht erreicht, sorgt das vorherige (erfolglose) Hetzen für jede Menge Ausschüttung des Glückshormones "Endorphin". Der Hund befindet sich regelrecht in Extase und viele solche "extasierenden Erlebnisse" festigen leider (!) das unerwünschte Jagdverhalten und lassen es immer öfter aufkommen.

Zu den Bildern:

Bongo (heller Hund) und Tika (dunkler Hund) werden an das Wildschweingehege geführt.

Tika nimmt vorsichtig und verhalten "Witterung auf". Ihr Körper streckt sich, Rückzugshaltung, interessierter Blick, die Nase zieht den "Wildschweingeruch" ein, gepaart mit einem Quentchen "Unsicherheit". Bongo hier zwar interessiert, jedoch gelassen. Wenig Körperspannung.

Tika weiterhin interessiert, wagt sich einen Schritt vor.

Für Bongo sind die Wildschweine mittlerweile uninteressant, er wendet sich hier eher wieder mir, sprich dem Fotografen zu.

Der Mut schreitet voran. Tika traut sich noch näher an die Wildschein-Rotte heran.

Die linke Vorderpfote signalisiert hier wieder Rückzugshaltung und Vorsicht.

Fixiert wird hier jedoch das Wildschwein, welches frontal zum Zaun steht.

Ein gravierender Unterschied im Verhalten des Hundes, wenn er mit Wild konfrontiert wird, besteht natürlich darin, ob das Wild (wie hier)an Menschen gewöhnt ist und sich in einem Gehege befindet - oder in freier Natur durch sein "Fluchtverhalten" den Jagdtrieb unserer Hunde blitzschnell aktiviert und in höchste Erregung versetzt.

Hier ein fixierender Blick von Tika, jedoch starke Rückzugshaltung. Tika traut dem Frieden (sprich dem "Wildschwein" nicht). Flache Körperhaltung, jederzeit auf "Flucht" programmiert.

Bongo hingegen, völlig gelassen und desinteressiert - an den "Schwarzkitteln".

An den Beschreibungen dieser Hunde ist deutlich erkennbar, wer "jagdlich höher motiviert" ist. Nämlich: Tika (schwarzer Hund).

Jagdhunde haben in den meisten Fällen ein sehr hohes Bedürfnis an Bewegung und Beschäftigung. Dies bringt es in vielen Fällen mit sich, dass sie in einem weiten Radius um den Besitzer aktiv sind. Ein Aspekt der in unserer heutigen dichtbesiedelten und mit Straßen und Autobahnen durchzogenen Landschaft oftmals ein hohes Risiko birgt, wenn hier keine Zuverlässigkeit hinsichtlich der Kontrolles des Hundes gewährleistet werden kann. Außerdem sind hier auch wieder die jeweiligen Brut- und Setzzeiten zu beachten, denn auch das Wild hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Kontrolliere und grenze ich den Hund in seinem Aktivitätsradius ein, so ist es unerlässlich, Alternativen wie bspw. Radfahren, Apportieren, Fährtenarbeit usw. zu bieten.

Wer beim Spaziergang mit seinem Hund mit dem Handy spielen oder mit Freunden quatschen will, die Seele baumeln lassen, in Gedanken versinken und entspannen will, keine Lust und Zeit hat, um ein evtl. ein intensives Training zu praktizieren - der sollte sich vorher eingehend über die jeweilige Rasse oder beteiligten Rassen (bei Mischlingen) informieren. In jedem Fall aber sollte er von einer "Arbeitshundrasse" absehen!!!

Wann beginnt die Jagd?

Die Verhaltenskette "Jagen" kann aus vielen einzelnen Sequenzen bestehen (bspw. Spur aufnehmen und verfolgen, Wild aufstöbern, verfolgen, fixieren, hetzen, packen, tot schütteln, zerreißen, fressen). Diese Verhaltenskette kann aber auch durchaus anders aussehen.

Auch Hütehunde (!) zeigen Sequenzen des Jagdverhaltens! Die letzten Teile der Jagdsequenz wie "packen, tot schütteln, zerreißen, fressen" sind durch gezielte Selektion in der Zucht nicht vorhanden. Zeigen einzelne Hütehunde bei ihrer Arbeit an der Herde dennoch Tendenzen das Vieh zu verletzen, werden diese nicht mehr zur Zucht eingesetzt. Deshalb ist es ein Irrglaube, wenn man annimmt, ein Hütehund würde nicht jagen! Denn "hüten" ist nichts anderes als "jagen" mit entsprechenden Teilen einer Verhaltenskette!

Hündin "Tika" hier im Bild 1 "fixiert" bereits ihr Beuteobjekt (rote Markierung -> Krähe).

D.h. Jagen ist nicht gleich "Hund hetzt direkt hinter dem Wild auf Sicht her!" Jagen beginnt schon damit, dass eine Wildspur aufgenommen und verfolgt wird oder ein "Beuteobjekt" (wie im Bild 1) auf Distanz "fixiert" wird. Im Bild 2 wird es aufgescheucht und die Verfolgung beginnt.

Bereits hier findet die Ausschüttung von "Glückshormonen" (= Botenstoffen) statt, der Schalter wird auf "Jagdmodus" umgelegt. Je nach "Jagdintensität" und "Stadium des im Jagdmodus befindlichen Hundes" sind Hunde mental sehr schwer oder gar nicht mehr ansprechbar/zu erreichen!

Gerade unter diesem Aspekt ist die Auswahl der Trainingsgebiete und -schritte sehr wichtig! An erster Stelle sollte stets das verantwortungsbewusste Handeln hinsichtlich der Gefahren durch einen jagenden Hund im Straßenverkehr (Personenschaden), der Schutz des Wildes und letztendlich die Unversehrtheit des eigenen Hundes stehen. Deshalb ist ein manchmal längeres Schleppleinentraininig und intensive Trainingseinheiten mit einem durchdachten Gesamtkonzept effektiver!

Diese Serienbilder meiner "jagenden Hündin" (die ich zu diesem Zeitpunkt 3 Monate hatte) knipste ich in einem Trainingsgebiet, wo keine Straßen in direkter Nähe sind und ich war mir zu diesem Zeitpunkt relativ sicher, dass sie sich per "Superpfiff" mit Highlight-Futter abpfeifen ließ.

Diese lange Jagdsequenz wurde von mir gezielt "zugelassen".

Ein höhere Erfolgsquote hinsichtlich eines zuverlässigen Abrufens ergibt sich natürlich darin, den Hund möglichst "frühzeitig" abzurufen bzw. zu stoppen oder in ein individuelles "Alternativverhalten" (vorstehen, Dummy holen, setzen, legen, Rückblick) zu führen.

Der Weg ist das Ziel - und "unser Weg" (mit Tika) wird sicher noch ein längerer gemeinsamer Weg sein, bis hier eine "Generalisierung" (= mit einer hohen Erfolgsquote abruf-/kontrollierbar in jedem Gebiet) stattgefunden hat und Tika in Gegenden mit "höherem Wildablenkungsfaktor" zuverlässig abrufbar ist.

"Generalisierung", ist das Wunschziel eines jeden Hundebesitzers!

Aber "Generalisierung" ist zeitaufwändig, da Hunde sehr ortsgebunden lernen.


In folgenden Bildern finden Sie einzelne Vertreter der umfassenden Rassevielfalt an Jagdhunden und ihren Spezialeinsatzgebieten

STÖBERHUNDE

"Vor dem Schuss"

Der Setter , edler langhaariger Vorstehhund ist Spezialist für die Feldarbeit, ausdauernder Läufer und passionierter Sucher. Ihren Eifer in die richtigen Bahnen zu lenken und die Freude an der Arbeit zu fördern, erfordern Zeit und Konsequenz. Der sensible Setter schätzt sportliche Menschen, die mit ihm viel und bei jedem Wetter in der Natur arbeiten.

Spaniels, die klassischen Stöberhunde, haben die Nase stets am Boden, sind neugierig und ständig auf Erkundungstour nach Beute. Freundlich im Umgang mit Fremden, sanft und anschmiegsam mit seinen Menschen, fröhlich und verspielt, liebt der Spaniel viel Beschäftigung und Bewegung in freier Natur. Er braucht eine konsequente Erziehung und wird seinen Stöbereifer nie ablegen.

APPORTIERHUNDE

"Nach dem Schuss"

Der Labrador wurde im Verlauf des 19. Jahrhunderts in England gezüchtet, die Bezeichnung „Labrador Retriever“ wird zuerst 1870 benutzt, wobei sich "retrieve" auf seine ausgeprägten Apportieranlagen bei der Jagd bezieht.

Rechts im Bild: Labrador-Rüde "Neo"

Als Apportierhund hatte der Labrador Retriever während der Jagd neben seinem Besitzer zu liegen, bis das Wild aufgestöbert und geschossen war, um dann das tote Wild zu apportieren. Ein Retriever sollte ein „weiches Maul“ haben, er sollte die Beute ohne Beschädigung zum Hundeführer bringen. Geblieben ist dem Labrador Retriever auch seine Liebe zum Wasser und zum Apportieren. Die Apportierspezialisten mit dem sprichwörtlichen Willen zu gefallen, gehören zu den Allround- talenten vom Blindenführhund bis hin zum Spürhund für Medizin, Zoll und Polizei. Typische Retriever sind aufgeschlossen, freundlich, aber oft recht derb und penetrant, wenn es darum geht, etwas erreichen zu wollen. Sie wollen intensiv beschäftigt werden und sind alles andere als die "Nur-Familienhunde".

FÄHRTE, SCHWEISSARBEIT

"Vor und nach dem Schuss"

Der Rhodesian Ridgeback ist die einzige anerkannte Hunderasse, die dem südlichen Afrika entstammt. Sie spürten auf weite Entfernungen das Wild auf, warnten vor Gefahren und beschützen die Siedlungen. Sie wurden später von den Kolonialherren mit anderen Rassen gekreuzt und zur Bewachung ihrer Farmen und zur Jagd auf Löwen und anderes Großwild eingesetzt. Ihre Aufgabe war, Jagdwild aufzuspüren und so lange am Platz zu binden, bis die Jäger vor Ort waren.

Der FCI-Standard beschreibt Rhodesian Ridgebacks als "würdevoll, intelligent, Fremden gegenüber zurückhaltend, aber ohne Anzeichen von Aggressivität oder Scheu".

Rhodesian Rigdebacks werden als Jagdhunde für die Fährten- und Schweißarbeit, als Mantrailer oder Rettungshunde eingesetzt.

Ist das "Spühhalsband" die Lösung?

Niemand kann pauschal eine Aussage darüber geben, wie sich ein "Strafreiz" auf einen Hund auswirkt und wie er das Erlebte verknüpft. Hier könnte folgende Verknüpfung entstehen: Der Hund bekommt einen "Sprühstoss" (Gemisch aus Wasser und Luft), als gerade ein Fahrradfahrer vorbei fuhr, ein Kind in Sicht war oder ein Artgenosse neben ihm stand. Es könnte also hier tatsächlich eine negative Verknüpfung mit dem entsprechend anwesenden "Objekt" (Radfahrer, Kind, anderer Hund) entstehen. Auch könnte der Hund den "Strafreiz" mit einem Geruch verknüpfen (Maisfeld o.ä.). Dies alles könnte dann zum Auslöser für Angst und Unsicherheit werden, aufgrund der jeweiligen Erfahrung in der erfahrenen Strafreiz-Situation. Manche Hunde sind beim Auslösen des Sprühstosses total irritiert und verunsichert, andere Hunde wiederum beeindruckt dies überhaupt nicht.

Ein jagdlich stark motivierter Hund lässt sich von einem Sprühstoss nicht am Jagen hindern! Mit einem weniger jagdlich motivierten Hund hätte man das Jagdproblem somit auch ohne Sprühhalsband bewältigt.

und wichtigste Frage: Wann löst man den Strafreiz aus? Mit Beginn einer Spur, die ihr Hund am Boden verfolgt? Woher wissen SIE, ob hier vorher ein Hase, eine Maus, ein Rivale oder eine läufige Hündin unterwegs war? SIE als "verkümmertes Nasentier" wissen es nicht!

Und jagdlich motivierte Hunde zu kontrollieren bzw. zu stoppen, beginnt bekanntermaßen am "Beginn einer Jagdsequenz" - also bereits schon mit Aufnehmen der Wildspur. Und hier sehe ich die Problematik beim Einsatz des Sprühhalsbandes! Ich - als "verkümmertes Nasentier" - weiß eben nicht, was mein Hund gerade für eine Spur verfolgt, wenn kein Wild präsent ist!

Fazit: Es geht kein Weg vorbei, am gezielten Trainingsaufbau, einer zuverlässigen Kommuikation zwischen Mensch & Hund und einem durchdachten Gesamt-Trainingskonzept für ein individuelles "Mensch-Hund-Team!"

Siehe hierzu den ausführlichen Bericht:"Köpfchen statt Knöpfchen!"
(Click! -> Der Einsatz von Sprühhalsbändern von Clarissa von Reinhardt, Animal Learn)

Der Einsatz eines Elektroreiz-Gerätes ist abzulehnen, da dies in Deutschland verboten ist, körperliche Schäden bei Ihrem Hund verursachen und zu Wesensveränderungen führen kann!

Siehe hierzu den Button CONTRA ELEKTROREIZGERÄTE -> Publikationen von Prof. Dr.Gotthard M. Teutsch und ethologisches Gutachten von Dr. med. vet. Dorit Urd Feddersen-Petersen.