SPASS & ERFOLG IM TUN ALS TEAM
"Wer etwas verändern möchte findet Wege,
wer nichts verändern möchte findet Gründe!" Gerne helfe ich Ihnen dabei, Ihren Weg als Mensch-Hund-TEAM zu finden.

Begegnungsprobleme (von "Leinenrambos" und "Angsthasen")

Wenn Hunde sich bedroht fühlen

Besonders im Alltag oder beim Spaziergang, wo (viele) Menschen und Hunde aufeinander treffen und sich Lebensraum teilen, sieht und vor allem "hört" man sie: Hunde, die sich bei Anblick eines Artgenossen in die Leine werfen, drohen, bellen, knurren, zerren und dabei alles andere als einen freundlichen Eindruck vermitteln.

Das jeweilige Verhalten basiert oftmals auf "genetischer Veranlagung" oder entsprechenden "Erfahrungswerten", die den Hund ins Drohverhalten oder Aggression fallen lassen. Ursache kann Angst, Unsicherheit, Territoriale, rivalisierende (Rüde trifft auf Kontrahent) Aggression, fehlende Auslastung und viele mehr sein.

Der "Auslöser" für Leinenaggression kann unterschiedliche Ursachen haben!

Dann gibt es den unsicheren, ängstlichen Hundetyp, der viel "Individualdistanz" benötigt, um eine Begegnungssituation zu bewältigen. Wird diese "individuelle Distanz" unterschritten, reagiert auch dieser Typ mit Aggression (-> Angriff). Wer ihnen (oder ihrem Besitzer) zu nahe kommt, den betrachtet dieser Hundetyp mit Misstrauen und zeigt dies durch entsprechendes „furchterregendes Drohverhalten“ deutlich auf.

Mehr zur "Individualdistanz"

Unter Individualdistanz versteht man die Entfernung bzw. Nähe die ein Hund duldet ohne darauf mit Aggression oder Unsicherheit zu reagieren. Diese Individualdistanz ist, wie der Name schon sagt, vom einzelnem Individuum, seinem Charakter abhängig. Dass heißt, diese Verhaltensweise ist von Tier zu Tier verschieden.

Hunde fühlen sich von unterschiedlichen Dingen bedroht. Dies können Menschen sein, die in ihr Revier kommen und damit Eindringlinge sind, Menschen in der Dunkelheit, die sie nicht zuordnen können, aufdringliche Hände, Artgenossen in dreist auftretender Art, unbekannte Objekte (wie Müllsäcke usw.), ein lauter Geräuschpegel (zischen, knallen)usw..

Warum Hunde unterschiedlich auf Umweltreize reagieren, ist nicht immer erklärbar. Die Aufzucht, Präge- und Sozialisierungsphase und negativ prägende Einflüsse spielen hierbei oftmals eine große Rolle. Und somit wird das für den Hund Unbekannte zur "Bedrohung" für ihn. Ein Hund, der sich bedroht fühlt, verändert sein Verhalten, er gerät in "Stress". Stresssignale sind bei genauer Betrachtung an einem regelrechten "Stressgesicht" beim Hund lesbar.

Hunde zeigen unterschiedliche Verhaltensweisen in Stresssituationen:

Angeleint, zieht der Hund einfach nur in die andere Richtung und flieht somit vor dem "Angstauslösenden Reiz" = AR (bspw. Person, Artgenosse, anderes Tier, Objekt, Geräusch…).

Andere wiederum zeigen "Beschwichtungssignale", um den "AR" milde zu stimmen oder verfallen in ein Spiel (deeskaliserendes Verhalten). Manche Hundetypen wiederum zeigen aktive Unterwerfung, die oftmals den Anschein einer überfreundlichen, aufdringlichen Annäherung hat.

Frei nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" wird dieser Hundetyp versuchen den "AR" zu vertreiben. Stuft der Hund den "AR" als große Bedrohung ein, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit sofort angreifen, anstatt nur zu knurren oder zu bellen.

Manche Hunde "erstarren" regelrecht. Plötzlich halten Sie in der Bewegung inne, als wären sie versteinert.

Beschwichtigungssignale sind Bewegungen, die Ihr Hund zeigt, wenn er angespannt ist oder sich bedroht fühlt. Seine Intention ist es, seinen Besitzer, eine Fremdperson, einen Artgenossen oder auch sich selbst zu "besänftigen bzw. zu beruhigen".

All diese Möglichkeiten können - aus Sicht des Hundes - erfolgreich sein. U.a. hängt es von den Erfahrungswerten des Hundes ab, aber auch von seinem Naturel. Die Art und Größe der Bedrohung für den jeweiligen Hund spielt eine große Rolle.

Eines jedoch ist sicher: Wenn die Situation und Bedrohung schlimm genug ist, greifen ALLE Hunde an! Die Erklärung ist rein biologisch einfach erklärbar: Wir sprechen hier vom "Selbsterhaltungstrieb".

Die Lösung bei einem "Begegnungsproblem" kann sich individuell unterschiedlich gestalten. Eine gesunde Basis für eine Verhaltensänderung bietet ein Training auf Basis von "Gegenkonditionierung" (= gegen- läufige Konditionierung -> Es wird eine neue Reaktion beim Hund ausgelöst, die entgegen dem vorherigen "unerwünschten Verhalten" verläuft), die Integration von Verhaltensregeln für den Hund im Alltag, sowie einem Aufzeigen von korrektem Alternativ-Verhalten.

Der Hundebesitzer muss in erster Linie, seinem Hund "Sicherheit und Vertrauen" vermitteln, "Orientierung" bieten, "Grenzen aufzeigen" durch entsprechende "Führung" in der Kommunikation leiten können und ihm das Gefühl vermitteln: Auf DEINEN MENSCHEN kannst du dich in jeder "Begegnungssituation" verlassen.

Zitat: " Wir wissen, dass Konflikte und ihre Bewältigung natürlich zum Leben gehören. Insofern ist das Auftreten von Konfliktreaktionen prinzipiell nichts Ungewöhnliches. Was wir aber auch wissen und uns bewusst machen sollten, ist, dass wir unsere Hunde häufig und unerkannt in zahlreiche Konflikte hineinführen, die ihr Wesen erheblich belasten und ihr Wohlbefinden schmälern".