SPASS & ERFOLG IM TUN ALS TEAM
"Wer etwas verändern möchte findet Wege,
wer nichts verändern möchte findet Gründe!" Gerne helfe ich Ihnen dabei, Ihren Weg als Mensch-Hund-TEAM zu finden.

Treibball

Beschäftigung, Auslastung & wertvolle Distanzarbeit

Treibball hat sich zu einer neuen und m.E. interessanten Form der Beschäftigung von Hunden entwickelt. Jan Nijboer's Treibball-Grundidee findet man in seinem Buch "Hunde beschäftigen" im KOSMOS-Verlag_Ausgabe 2006.

Inhalt dieser Beschäftigungsvariante und Endziel ist es, dass der Hund den Ball - aus den unterschiedlichsten Positionen - in Richtung seines Menschen "treibt" (lenkt, manövriert). Hierbei kann der Hund über Stimme, Handgesten und Gesamtkörpersprache dirigiert werden.

Voraussetzungen für Treibball:

Der Hund sollte die Grundsignale, wie z.B. Sitz, Platz/Down, Bei, Hier beherrschen.
Ebenso sollte er auch kein Problem damit haben, warten zu können, während andere Mensch-Hund-Teams trainieren.
Geeignet ist Treibball für (fast) alle Hunde.
Nicht oder nur bedingt geeignet ist es jedoch für Hunde, die ein "Gesteigertes Beutefangverhalten" und/oder eine "Ernsthafte Verteidigungsbereitschaft" gegenüber Ressourcen ("mein Ball") zeigen. Im Vorfeld sollte dies durch entsprechendes Training "handelbar" sein - oder je nach Einzelfallbeurteilung auf diese Form der Beschäftigung verzichtet werden.
Ebenso bedingt geeignet ist es für Hunde mit körperlichen Einschränkungen (z.B. Muskel-/Gelenkserkrankungen ...).
Hier sollten individuelle Einzelfallbeurteilungen (u.a. in Absprache mit dem Tierarzt) erfolgen. Richtig aufgebaut und praktiziert, kann Treibball aber durchaus eine gymnastizierende Wirkung haben und ist somit auch für gehandicapte und/oder ältere Hunde geeignet. Wie angemerkt: "Das Wohle, die Gesundheit und die Unversehrtheit des Hundes sollte an erster Stelle stehen!"

"Ziel beim Training AM BALL ist ein ruhiger, konzentrierter und koordinierter Ablauf in Kommunikation und Interaktion mit dem Vierbeiner!"

Treibball ist für (fast) alle Hunde denkbar. Bewahren Sie sich jedoch auch stets einen klaren objektiven Blick und gestehen sich ein (ggf. im Gespräch mit Ihrem Trainer/anderen Hundebesitzern), wenn Treibball, aus div. Gründen (Ihr Hund zeigt Tendenzen, sich zum "Balljunkie" zu entwickeln/zeigt plötzlich ernsthafte Aggression bez. Ressourcen, es entwickeln sich gesundheitliche Probleme, fehlende Motivation beim Hund und/oder bei Ihnen) nicht für Ihren Hund oder für Sie Beide geeignet ist.
Sicher gibt es dann andere Beschäftigungsvarianten, die Ihnen BEIDEN Spaß machen!

Man benötigt nicht viel, wenn man in der Anfangsphase erst mal hinein schnuppern will.

Einen Gymnastikball (hier gibt es unterschiedliche Größen) erhalten Sie in großen Supermärkten, im Sporthandel, Discountern oder im Internet. Bei kleinen/mittelgroßen Hunden ist eine kleinere Variante erforderlich. Der Hund sollte auf jedem Fall, wenn er hinter dem Ball sitzt, Blickkontakt zu Ihnen halten können).
Bei kleinwüchsigen Hunden, wie z.B. Chihuahuas o.ä. ist ggf. ein leichter Wasserball (Kinderzubehör) sinnvoll. Bedenken Sie hier das Verhältnis Gewicht "Hund-Ball".
Stoffbegrenzungen für das "Treibball-Feld" sind von Vorteil, am Anfang für Sie daheim jedoch nicht zwingend erforderlich.
Eine ebene weiche Rasenfläche oder kurz gemähte Wiese, wo der Ball leicht rollt ist von Vorteil.
Hartplastik-Bälle (wie der "Schweineball" sind nicht geeignet -> Verletzungsgefahr).

"Viele Wege führen nach Rom"

Der Aufbau des "Ball treibens" kann unterschiedliche Konditionierungsformen beinhalten.
Jeder Hund lernt anders und besitzt unterschiedliche Motivationsmechanismen. Der eine Vierbeiner ist hoch motiviert, wenn er den Dummy zurück bringen darf, der Andere ist entzückt, wenn er ein kleines Leckerli für erbrachte Leistung erhält - oder es ist das gemeinsame Rennspiel mit dem Besitzer, welches als "belohnend" empfunden wird.
Der eine Hundebesitzer setzt ein "Markerwort" ein, der Andere schwört auf den Aufbau mit dem Clicker. Das sollte jedes Mensch-Hund-Team (ggf. mit dem Trainer) selbst entscheiden, welcher Trainingsaufbau effektiv ist und zum Mensch-Hund-Team passt.
Im Bild: Hündin "Cora", Trainingsaufbau: Clicker-Training

Treibball ist so facettenreich,

dass die o.a. Informationen nur einen Bruchteil dessen aufzeigen, was mit Treibball alles an Abläufen und Inhalten möglich ist.
Das Training mit dem großen bunten Ball, fördert die Kommunikation und Interaktion zwischen Mensch und Hund, intensiviert "Bindung" und stärkt deren "Beziehung".
Das im Treibball mit praktizierte "Distanz-Training" kann sich als ein wertvoller weiterer Baustein in Punkto "Begleiter im Alltag" aufzeigen. Die Abläufe beim Treibball schulen aber vor allem auch uns selbst - in Einsatz unserer "Gesamtkörpersprache" (verbal, optisch, taktil) und deren Signalwirkung an den Hund. u.v.m.

In Kombination mit "Bodenarbeit, Gerätetraining, Dummyeinsatz, Distanz-Training und dem Treiben des Balles" ist diese Art der Beschäftigung etwas ganz Besonderes. Wie viel Freude das Training bereitet, ist unschwer auf den hier eingefügten Fotos zu erkennen!